3.AMSEL-Symposium in Stuttgart

Mai 10th, 2012

http://www.amsel.de/multiple-sklerose-news/amsel-aktuell/index.php?kategorie=ausdemlandesverband&anr=4373

Restlos ausgebucht und eine lange Warteliste, das ist in Kurzform die Bilanz des 3. Stuttgarter Symposiums. Schwer an Multiple Sklerose Erkrankte und ihre Angehörigen erhielten hier Informationen, Anregungen und Tipps für ihren Alltag mit der Krankheit.

Prof. Dr.med. Horst Wiethölter gab einen anschaulichen Überblick über die medikamentöse Behandlung der MS, gerade auch die neueren therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung von Spastik, Blasenstörungen, Schmerzen, Fatigue und kognitiven Beeinträchtigungen. Es kämen immer mehr neue Medikamente auf den Markt, so sein Fazit, aber es sei schwierig, einen gesicherten Nachweis über ihre Wirkung zu bekommen. Und ohne diesen Nachweis übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht. Online finden Sie einen Überblick in MS behandeln. Mittel in der Pipeline, die vielleicht in nächster Zeit zugelassen werden finden Sie unter MS erforschen.

Prof. Dr.med. Peter Flachenecker, Chefarzt des Quellenhof in Bad Wildbad, beleuchtete die nicht-medikamentöse Therapie der MS. “Rehabilitation, Physio-, Ergotherapie beispielsweise sind ebenfalls Therapien, werden vom Betroffenen aber nicht unbedingt so wahrgenommen.” Und: Rehabilitation, wie sie die WHO definiert, ist nicht nur eine wichtige medizinische Maßnahme zur Verbesserung eines Gesundheitszustandes, sondern auch zum Erhalt, also bei chronisch progredienter MS sehr wichtig.

210 Teilnehmer, darunter 38 Rollstuhlfahrer, besuchten die Vorträge und die Workshops am Nachmittag. Am meisten Interesse fand der Workshop der Urologin aus dem Kontinenz-Zentrum Villingen-Schwenningen, Dr.med. Brigitte Willer zum Thema “Neue Behandlungsmöglichkeiten bei MS-bedingten Blasenstörungen”. Sie definierte als Therapieziele: 1. Kontinenz, 2. die restharnfreie Blasenentleerung und 3. die Prophylaxe gegen Harnwegsinfekte.

Die Ergotherapeutinnen Katrin Frey und Simone Stabentheiner, Stuttgart, zeigten anhand zahlreicher im Handel erhältlicher und selbst gefertigter Hilfsmittel, wie Handicaps ausgeglichen werden können. Von verschiedenen Essbestecken bis zur Einhänderschleife für Schnürschuhe, von unterschiedlichen Schreibutensilien bis zu Anziehhilfen. In einem Eigenversuch überzeugte ein Teilnehmer sich und andere von der Eignung der selbst gefertigten Socken-Ausziehhilfe: eine einfache Holzleiste mit 2 Nägeln am Ende.

Um die richtige Bewegung, zum Beispiel beim Aufstehen aus einem Stuhl, drehte sich alles bei Kinaesthetics-Lehrerin Petra Kümmel. Was sich ganz selbstverständlich anhört, bekommt eine neue Dimension, wenn man betrachtet, ob man 1. es alleine tut , 2. der Helfende ist oder 3. der Betroffene ist. Der richtige Abstand und das In-die-Knie-Gehen sind zum Beispiel enorm wichtig, wenn ein Betreuer einem Betroffenen aus dem Stuhl helfen möchte.

Zwei Expertenrunden mit den Professoren Dr. Flachenecker und Dr. Wiethölter rundeten das Angebot ab. Hier konnte jeder seine individuellen Fragen rund um die Multiple Sklerose mit den erfahrenen Neurologen besprechen.

Für die Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung dankt AMSEL den Unternehmen Almirall, Biogen Idec, Coloplast, Pfizer und TEVA. Redaktion: AMSEL e.V. Quelle: www.amsel.de

NEUE TERMINE: Kleingruppe für Babys auf Basis der Feldenkraisarbeit - Child´Space

August 31st, 2011

wie versprochen hier, als PDF zum Runterladen, die neuen Termine für die Babykurse: Kleingruppe für Babys auf Basis der Feldenkraisarbeit

Ankündigung neuer Säuglingskurse ab September

August 23rd, 2011

Kurzinfo: Bildungsgutscheine des Landesprogramms STÄRKE werden anerkannt, genaue Termine folgen in Kürze

Verhaltensempfehlungen bei Hitze - Publikation des Gesundheitsamtes BaWü

August 23rd, 2011

http://www.gesundheitsamt-bw.de/oegd/Fachservice/Publikationen/Pressearchiv/Seiten/ShowDetails.aspx?itemId=14&itemList=10cf9afa-149e-44cc-affe-4b590472e033 

Kassenüberschüsse und wir müssen uns mit dem Anwalt um Kostenerstattung streiten

Juni 18th, 2011

Krankenkassen im siebten Himmel 
Über eine Milliarde Überschuss in drei Monaten.

06.06.2011 89760

Wohin mit dem Geld? Die vergangene Woche konnten die Krankenkassenverbände mit ordentlichen Finanzberichten beschließen. Im ersten Quartal 2011 verbuchten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) einen Gewinn von 627 Millionen Euro. Über ein Plus von mehr als einer halben Milliarde Euro (518 Millionen) berichtete auch der Verband der Ersatzkassen (vdek). Und auch die Mitglieder der Innungskrankenkassen (IKK) haben ordentlich in das Gesundheitssystem investiert. 120 Millionen Euro Überschuss blieb zwischen Januar und Ende März auf den Konten der IKK.

Die Stellungnahme der Kassenchefs zu dem Geldsegen klingen so: “Finanzielle Stabilität”, kommentierte AOK-Vorstandsvize Jürgen Graalmann. Vdek-Chef Thomas Ballast sieht es so: “Seriös kalkuliert” habe man und er freut sich über ”eine stabile Finanzsituation”. (Quelle: physio.de)

Frohe Ostern

April 22nd, 2011

ostergruse2011.jpg

Ergotherapie meets Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

April 12th, 2011

Morgen, am 13.April 2011 ist es soweit…… wir danken Herrn Otto Pangerl herzlich für seine Einladung beim Treffen der Regionalgruppe Stuttgart der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. dabei zu sein.

Betroffene erleben durch die Erkrankung häufig Einschränkungen im täglichen Leben. Im häuslichen und beruflichen Umfeld aber auch im sozialen Miteinander mit anderen Menschen.

Wir möchten bei unserem Vortrag die Möglichkeiten der Ergotherapie bei Parkinsonbetroffenen vorstellen und haben evtl. den einen oder anderen Tipp für feinmotorisches Funktionstraining, mimisches Training und kognitives Training. Auch werden wir einige Hilfsmittel, die den Alltag der Betroffenen erleichtern können, vorstellen.

Wir freuen uns auf einen sehr interessanten Nachmittag und einen regen Austausch mit den Teilnehmern.   

Für mehr Informationen des Deutschen Bundesverbandes:
http://www.parkinson-vereinigung.de

Deutscher Verband der Ergotherapeuten- Landesgruppe Baden-Württemberg

März 21st, 2011

Am Samstag, 19.03.2011 fanden sich Mitglieder des DVE´s im “SpOrt-Stuttgart” zur Landesversammlung Baden-Württemberg ein. Themen waren:

- Neuwahlen der Ämter stellvertr. Vorsitz, Beisitzer, Schriftführer und Schüleramt

- Vorstellung der neuen DVE Datenbank durch Kerstin Voigt

- Themen aus der aktuellen Berufspolitik mit Reimund Klier

- sowie im Rahmen der Landesversammlung die Fortbildung “Lernmethode Feldenkrais” von und mit Katrin Frey.

Dank Kerstin Voigt und Reimund Klier war es ein interessanter und schöner Vormittag mit vielen Neuigkeiten vom DVE.  
Die Selbsterfahrung in einer FeldenkraisLektion sowie der Vortrag über den Begründer Moshé Feldenkrais, sein Leben, sein Wirken sowie der Einfluß in die ergotherapeutische Arbeit unserer Kati rundeten den Tag sehr schön ab. Die Räumlichkeiten waren sehr ansprechend, großzügig und hell. Gute Wahl Landesteam.

Immer wieder sehr schade, dass sich nur so wenige Mitglieder zur Landesversammlung einfinden. Viele vergessen wohl, dass der Deutsche Verband der Ergotherapeuten für uns Mitglieder einsteht, unser Berufsbild darstellt, uns wichtige Infos liefert, uns unterstützt, für uns mit Krankenkassen Preisverhandlungen führt und noch vieles mehr. Hier hätten Sie die Möglichkeit die Menschen, die die Landesgruppe leiten persönlich kennen zu lernen und v.a. auch selbst tätig und aktiv zu werden.   

Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr auf die nächste Landesversammlung 2012 und hoffen dass mehr DVE-Mitglieder den Weg dort hin finden werden.  

Für mehr Informationen zum Deutschen Verband der Ergotherapeuten:
http://www.dve.info

WIdO plädiert für Studien zur Wirksamkeit einzelner Behandlungstechniken

März 1st, 2011

Die Zahl der Kinder, die Ergotherapie erhalten, steigt kontinuierlich. Angesichts hoher Verordnungszahlen sprechen Kritiker von einer “Modebehandlung”. Therapieziele und Methoden seien zu wenig transparent. Was Kinder in der Ergotherapie-Praxis erwartet, zeigt jetzt eine gemeinsame Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) und der Hochschule Magdeburg-Stendal. Sie stellt der Ergotherapie ein gutes Zeugnis aus: “Die Therapeutinnen und Therapeuten nutzen in allen Phasen der Behandlung die zur Verfügung stehenden Methoden engagiert und kreativ für eine individuelle Behandlung”, sagt der stellvertretende WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder. Allerdings seien viele Behandlungstechniken bisher nicht hinreichend wissenschaftlich untersucht.

Für ihre Untersuchung hatten das WIdO und die Hochschule Magdeburg-Stendal rund 1.400 Mitglieder des Deutschen Verbandes der Ergotherapeuten angeschrieben. Mit knapp 600 ausführlichen Antworten war die Rücklaufquote außerordentlich hoch. Anhand eines fiktiven typischen Behandlungsfalles legten die Teilnehmer dar, wie sie Befunde erheben, welche Therapie sie auswählen und wie sie den Behandlungserfolg messen.

“Wurde Ergotherapie einst für Kinder mit Behinderungen entwickelt, so geht es heute in der Praxis eher um die Unterstützung bei Verhaltensauffälligkeiten oder Abweichungen von der Entwicklungsnorm”, erläutert Schröder. Anhand von Daten der AOK lasse sich zeigen, dass dies auf 86 Prozent der ärztlichen Verordnungen für Kinder unter 14 Jahren zutrifft. “70 Prozent der Verordnungen werden für Jungen ausgestellt. Vor allem im Übergang zur Grundschule brauchen sie besonders häufig therapeutische Unterstützung. Die Therapie zielt darauf ab, Motorik, Koordination, Wahrnehmung oder Kommunikation zu verbessern - insbesondere im Hinblick auf die Schulfähigkeit.” So befinden sich von den sechsjährigen Jungen jährlich zirka 14 Prozent - mehr als in jedem anderen Lebensalter - in ergotherapeutischer Behandlung.

Für die aktuelle Befragung wurde deshalb der “typische Fall” des sechsjährigen Justin konstruiert. Er kann schlecht stillsitzen, tut sich schwer mit Schere, Stiften oder Reißverschluss, fällt im Kindergarten durch körperliche Ungeschicklichkeit auf und gerät besonders oft mit anderen Kindern in Streit.

 

Im Schnitt drei Methoden zur Befunderhebung

Das Ergebnis der Auswertung: Um den Entwicklungsstand von “Justin” zu testen, verwenden Ergotherapeuten im Schnitt drei verschiedene Methoden. Neun von zehn Therapeuten nutzen standardisierte Tests zur Befunderhebung. Der vielseitigen Befunderhebung folgt eine ebenso vielseitige Behandlung mit durchschnittlich vier Methoden. 84 Prozent der Therapeuten setzen dabei funktionelle, handwerkliche, spielerische und gestalterische Behandlungstechniken ein. Zumeist in Zusammenarbeit mit den Eltern formulieren die teilnehmenden Ergotherapeuten im Schnitt fünf Therapieziele. Im Vordergrund steht dabei die Verbesserung der Sensomotorik, der Gleichgewichtsfunktionen und der Haltung. Alle befragten Therapeuten überprüfen ihren Therapieerfolg - 85 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Basis der Tests, mit denen der Befund erhoben wurde.

“Die Befragung hat transparent gemacht, wie Ergotherapeutinnen und -therapeuten arbeiten”, sagt Helmut Schröder. “Die Vielfalt der eingesetzten Befunderhebungen und Therapieansatze bei dem zu Grunde gelegten typischen Fallbeispiel macht auch deutlich, dass es für Kinder mit Entwicklungsstörungen keine standardisierten Abläufe gibt. Jeder Therapeut sucht nach einem eigenen Königsweg in der Behandlung. Das liegt sicher auch daran, dass nicht alle Behandlungstechniken hinreichend wissenschaftlich untersucht sind.”

Insgesamt zeigt die Studie, dass die ergotherapeutische Anwendung eine große Vielfalt an ergotherapeutischen Behandlungen umfasst. Um die Ergotherapeuten bei ihrer Arbeit zu unterstützen und die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Therapie zu gewährleisten, plädiert das WIdO deshalb für eine systematische Untersuchung der Wirksamkeit einzelner Behandlungsansätze. Diese Studien sollten mit staatlicher Forschungsförderung an den universitären Lehrstühlen durchgeführt werden. Leitlinien können dann den verordnenden Ärzten helfen, die Erwartungen der jungen Patienten und deren Eltern an die Behandlungen auch zu erfüllen.

(Pressemitteilung des WIdO vom 16.02.11)

Ergotherapie meets Evangelische Kirchenpflege Stuttgart….

Februar 8th, 2011

…… in diesem Fachvortrag möchte ich der ersten Gruppe der teilnehmenden Pädagoginnen und Erzieherinnen der evangelischen Kirchenpflege Stuttgart die ”Ergotherapie in der Pädiatrie” vorstellen und näherbringen. Die zweite Gruppe besucht uns dann im März.

Wann kann Ergotherapie bei Kindern sinnvoll sein? Was haben die Kinder für Schwierigkeiten? Was tun wir Ergo´s da genau? Nach welchen Standards arbeiten wir in unserer Praxis? Was sind eigentlich die Meilensteine der kindlichen Entwicklung? Ein Fallbeispiel, eigene praktische Erfahrungen und viel Anschauungsmaterial sowie eine Diskussionsrunde runden das Programm ab.

Ich freue mich sehr auf einen interessanten und spannenden Nachmittag:-)

Simone Stabentheiner